Inklusion im Fokus: Mein Schichtwechsel zwischen Dominikus-Ringeisen-Werk und Redaktion
Foto: Bayram Er/DRW
Helmut Wieser (Mitte) beim Aktionstag „Schichtwechsel“ gemeinsam mit Redakteurin Annegret Döring und Peter Bauer der Redaktion vor dem Gebäude der Mittelschwäbischen Nachrichten in Krumbach – ein Tag voller neuer Perspektiven und gelebter Inklusion.
Der Aktionstag „Schichtwechsel“ war für mich eine ganz besondere Erfahrung. Für einen Tag durfte ich meinen Arbeitsplatz im Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) mit der Redaktion der Mittelschwäbischen Nachrichten in Krumbach tauschen. Am nächsten Tag kam dann Redakteurin Annegret Döring zu mir nach Ursberg und lernte meinen Arbeitsalltag kennen.
Foto: Bayram Er/DRW
Beim Schichtwechsel in der Redaktion der Mittelschwäbischen Nachrichten: Helmut Wieser (Mitte) im Austausch mit Redakteurin Annegret Döring und einem Kollegen – ein spannender Einblick in journalistische Arbeit und neue Perspektiven.
Schon der Start in der Redaktion war spannend. Nach einer Einführung durch den Redaktionsleiter und einer Videokonferenz mit dem Team durfte ich direkt mit Annegret Döring mitarbeiten. Ich habe erlebt, wie Presseanfragen gestellt werden, wie recherchiert wird und wie Themen entstehen. Besonders interessant fand ich, dass ich eigene Fragen einbringen konnte – zum Beispiel zur Mittelschwabenbahn oder zu aktuellen regionalen Themen.
Ein echtes Highlight war für mich der Außentermin am Bahnübergang in Krumbach. Dort durfte ich selbst fotografieren – und meine Bilder wurden später tatsächlich für einen Artikel verwendet. Mein Name stand darunter als Urheber. Darauf war ich wirklich stolz. Es war ein tolles Gefühl zu sehen, dass meine Arbeit ernst genommen wird und sichtbar ist.
Zurück in der Redaktion habe ich dann miterlebt, wie aus Informationen ein fertiger Artikel entsteht: Bilder auswählen, zuschneiden, Texte schreiben und alles für die Veröffentlichung vorbereiten. Ich konnte jeden Schritt mitverfolgen und habe gemerkt, wie viel Arbeit und Organisation dahintersteckt.
Bild: Annegret Döring
Helmut Wieser vor dem „Barrierebrecher“-Buro in Ursberg – hier entstehen inklusive Social-Media-Inhalte, die Menschen mit Behinderung eine eigene Stimme geben.
Am nächsten Tag war dann Annegret Döring bei mir im DRW zu Gast. Ich habe ihr meine verschiedenen Arbeitsbereiche gezeigt. Ursprünglich komme ich aus der Buchbinderei, aber inzwischen arbeite ich auch viel im digitalen Bereich. Besonders wichtig ist für mich meine Arbeit bei den „Barrierebrechern“. Dort schneiden wir Videos, untertiteln sie barrierefrei und sorgen dafür, dass Menschen mit Behinderung ihre eigenen Geschichten erzählen können.
Ich habe Annegret gezeigt, wie ich Videos bearbeite – mit verschiedenen Spuren für Bild, Ton und Text. Dabei ist es mir wichtig, dass alles verständlich ist. Barrierefreiheit spielt für mich eine große Rolle. Außerdem arbeite ich im Referat Öffentlichkeitsarbeit, wo ich zum Beispiel Pressemitteilungen für die Website aufbereite oder Inhalte gestalte.
Bild: Annegret Döring
An seinem Arbeitsplatz bei den Barrierebrechern in Ursberg schneidet Helmut Wieser unter anderem Videos für Social Media. Unser Bild zeigt ihn gemeinsam mit seinem Vorgesetzten Michael Stadler (rechts).
Bild: Annegret Döring
Einblick in die Werkstattarbeit im Dominikus-Ringeisen-Werk: Gemeinsam mit Mitarbeitenden sammelt Redakteurin Annegret Döring praktische Erfahrungen bei Montagearbeiten – ein wichtiger Perspektivwechsel im Rahmen des Aktionstags „Schichtwechsel“.