Mühlkappelle Krumbach
Die Mühlkapelle wurde 1830 am rechten Ufer der Kammel errichtet. Den Bau veranlasste Johann Hampp, der damalige Besitzer der Unteren Mühle – dem heutigen Haus St. Michael. 1926 ging die Kapelle in das Eigentum der Stadt Krumbach über.
Nach der Renovierung, die 1932 abgeschlossen wurde, erhielt die Kapelle eine gotische Marienstatue aus der Ulmer Schule (um 1500). Zuvor stand diese Figur in einem Bildstock an einer Kiesgrube westlich von Krumbach und befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Vor der Renovierung war in der Kapelle eine Lourdes-Grotte eingerichtet.
Das Deckenfresko zeigt den Heiligen Geist sowie die Taufe Jesu und wird von den vier Evangelisten eingerahmt. Häufig wird es fälschlicherweise Pius Fröschle (1781–1816) zugeschrieben, dem Sohn des schwäbischen Rokokomalers Jakob Fröschle. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Fresko von einem anderen Künstler aus der Malerfamilie Fröschle stammt.
In der Mühlkapelle hängt außerdem ein Bild mit folgender Inschrift:
„In Bombenbrand u. Kriegesnot,
dein Mantel, Mutter, Schutz uns bot,
Deß danket Dir die ganze Stadt,
die Deine hilf gefunden hat.
Zum dauernden Gedenken an die
Nacht vom 26. und 27. April
1945 und dem Einmarsch
der Amerikaner“